Wir waren während des Studiums jedes Jahr eine Woche in Scuol. Das war kein Plan — das war ein Reflex.

Das Skigebiet Motta Naluns hat 80 Pistenkilometer und ein Terrain, das keine Ausrede kennt: Freeride-Hänge die auch bei Saisonende noch gehen, einen Funpark der nicht so tut als ob, und die Traumpiste vom 2'710 Meter hohen Berg Salaniva bis nach Sent auf 1'430 Metern, die allein einen Tag rechtfertigt.

Mit der Gondel oder dem Ftan-Sessellift bist du in zwanzig Minuten oben. Dreizehn Pisten und Lifte erschliessen das weitläufige Gelände. Das klingt nach wenig — ist es aber nicht, wenn man die Hänge fährt statt zählt.

Das Jahr mit zu wenig Schnee

Ein Jahr hatten wir Pechtiming. Ende Februar, und der Salaniva-Hang war abgeblasen, der Funpark auf Hartschnee komprimiert, die Tiefschneevarianten gesperrt. Wir haben zwei Tage lang Pisten gefahren und Kaffee getrunken — was auch eine Form von Scuol ist, nur ohne den Hauptinhalt.

Am dritten Tag hat es geschneit. Nicht viel. Genug. Die Nordhänge haben Pulver aufgefangen und wir waren gegen 8 Uhr oben, bevor die anderen es wussten.

Scuol ist der Ort, an dem man versteht, was Semesterferien waren, wenn die Semesterferien lange vorbei sind.

Highlight

Motta Naluns eignet sich für Freerider, die ein grosszügiges Gelände mit technischen Optionen suchen, ohne in einem grossen Skigebiet zu verschwinden. Anreise über den Vereina-Tunnel oder Landquart-Scuol mit der RhB. Snowpark, Rodelbahn und Skischule für alle, die nicht nur Abfahrten suchen. Scuol hat nach dem Fahren noch einen eigenen Abend verdient.